„Ich liiiiiiiiiiebe Menschen!!!“

Nein, ich möchte nicht undankbar erscheinen. Es ist nur … – Ich komme einfach zu nichts; schon gar nicht zum Schreiben. Ständig gibt es Unterbrechungen. Es ist ja alles lieb gemeint,  aber ich würde mich auch einfach gern mal zurückziehen.

Heute müssen wir bereits packen, da morgen noch Verwandtenbesuche anstehen und es dienstags dann bereits 5.00 Uhr aufstehen heißt. Ich werde mich im Zug entscheiden, ob ich es vorziehe dem Schlaf zu frönen oder aber all die Erlebnisse der letzten Wochen hier festzuhalten. Es wird allerdings noch so viel mehr zu erzählen geben, weswegen ich dies besser nicht noch länger aufschieben sollte.

Dann ist da noch die Sache mit den Fotos … Es gibt etwa 240 GB Fotos von unserer Zeit in Rumänien auf Daniels Rechner, welche ich noch nicht einmal alle angesehen, geschweige denn bearbeitet habe. Bilder werden also, wie es aussieht, erst irgendwann nach den Berichten folgen … Immerhin werde ich vielleicht heute noch dazu kommen eine gewisse Auswahl zu treffen.

Des Weiteren steht die Wohnung in Lyon immer noch nicht. Wir sind aber dran. Ich fühle mich gerade so heiiiiimaaatloooos. Unkonzentriert, gereizt, vogelfrei. Es gibt mir auch hier zu wenig Freigeister außer Daniel und seinem Bruder. Letzteren habe ich jedoch bis jetzt auch nur einmal erlebt.

Es gibt auch erdrückende Liebe alias Eifersucht. Ich könnte manchmal explodieren, wenn ich erlebe, wie sie Daniel verfolgt. Daniels Mutter, meine ich. Sie ist sehr lieb und umsorgt uns die ganze Zeit immer wieder mit liebevoll angerichtetem Speisen. Ich verstehe vollkommen, dass sie am liebsten die ganze Zeit in seiner Gegenwart verbringen möchte,  zumal sie ihn max. einmal pro Jahr von Angesicht zu Angesicht erlebt, aber selbst in dieser Zeit, finde ich, sollte man einem auch mal Luft zum Atmen lassen. Nur dann kann man einander wirklich genießen. Vielleicht erscheine ich jetzt wie ein kleines dummes Mädchen mit diesen Gedanken, vielleicht ist das alles hier sehr respektlos, vielleicht sollte ich einfach zufrieden sein und mich freuen mal nichts tun zu müssen. Aber so bin ich nun mal nicht. Das Gefühl irgendwie nutzlos zu sein, verstört mich. Ich wurde so erzogen, Schuldgefühle zu empfinden, wenn ich mich nicht nützlich mache.
Als Nachtisch zum Mittagsessen gab es heute doch tatsächlich eine 1,5 Monate vorgezogene Geburtstagstorte für Daniel. Ich hätte schreien können. Anstelle dessen, stachelte ich ihn dazu an, sie von allen Seiten zu fotografieren. Gemäß seiner Mutter, wäre es ihr wohl am liebsten, wenn er immer 5 Jahre alt geblieben wäre, wie die Kerzenzahl andeutet. Kein Wunder, dass er mitunter Spitznamen wie „Peter Pan“ oder „Mowgli“ erhält.
Genug davon! – Es gibt Popcorn … und Weintrauben und Rosinen mit und ohne Schokolade.

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